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In Gedenken an meine über alles geliebte Tante, die mir etwas ganz Besonderes geschenkt hat. Sie wird immer bei mir sein; in meinem Herzen und in meinem Handeln, denn sie lehrte mich so zu sein, wie ich bin und zeigte allen, wie wichtig es ist, liebevoll miteinander umzugehen, ein Lächeln zu schenken, ein Ohr zu haben für die Nöte und Sorgen, sich gemeinsam zu freuen und jeden Menschen so zu nehmen, wie er ist, ihn so zu achten, zu respektieren.
Sie lebte die Liebe ........
"Das hohe Lied der Liebe" 1. Korinther 13
Danke
Liebe ist nicht nur ein Wort, auf Schwingen getragen, führt sie dich fort. Fliegend können wir wagen, zu teilen, zu geben und danke zu sagen.
Danke für jedes Teilchen in mir, für das Lachen und Weinen gemeinsam mit dir.
Danke dem Zauber deines Lebens, deiner Liebe, deines Gebens, es war nicht vergebens.
Zurück bleiben Herzen, die scheinen durch die Funken deiner Liebe, auch wenn sie jetzt weinen, geben sie weiter, was du gesät. Fürs Danke sagen, ist es nie zu spät, ob der Liebe, die uns trägt.
Fliegt Funken, breitet euch aus berührt jeden, geht von Herz zu Herz, gebt Liebe, nicht den Schmerz!
Danke für die Worte, die du sprachst, für dein Strahlen, wenn du lachst, für die Liebe, die du gabst.
© Bettina Vetter
Meine Gedichte habe ich in einem Buch zusammengefasst und mit meinen Fotos illustriert:
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| Tier und Pflanzenwelt, verbunden mit dem Facettenreichtum des Menschen, inspirieren meine Gedanken.
Erst gemeinsam mit Liebe betrachtet, können sich neue Wege eröffnen.
Knospen werden zu Blüten, Schatten ist der Zwilling des Lichtes und der Anfang begleitet das Ende. Nichts kann ohne das andere existieren. Findet Euch, dann werdet ihr gefunden.
Text und Bilder: Bettina Vetter
© 2006 alle Rechte bei Bettina Vetter Nachdruck nur mit Genehmigung Bettina Vetter
nähere Informationen über minimaxi @ onlinehome.de
1. Rezension:
Bettina Vetter stellt in ihrem Buch "Natürliche Gedankenknospen" Gedichte und Fotographien auf wunderbare Weise zusammen. Jeder der so komponierten Texte basiert auf großem Einfühlungsvermögen.
Sie lässt uns auf diese Art an ihrem großen Erfahrungsschatz teilhaben, der sich vor allem mit zwischenmenschlichen Beziehungen und dem Innenleben befasst, nicht sichtbar, aber fühlbar.
Stimmungsvolle Bilder setzen Kontrapunkte oder verdeutlichen den Inhalt der Gedichte, ergänzen ihn.
Für ruhige Momente oder für die, die ruhiger werden sollen, ist diese Textsammlung geeignet. Komm mal runter - entspanne dich!
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Dorothee Sachinian
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Gedichte und symbiotische Gedanken II
| Rot fließt mein Blut
Leise Gedanken flüstern im Wind. Fäden weben ein durchsichtig Kleid. Halt inne und hör der Worte Kind. Fühl wie fließendes Wasser der Zeit.
Rot fließt das Blut, der Bach leise summt. Leben hier spürbar und doch so fremd. Neugierig sein, durch Mauern gehemmt. Öffne ein Tor ganz still, doch nicht stumm.
Gedanken zu Worten werden lass. Strahl wie dein Blut, der Bach und das Kind. Übe den Leichtsinn, trotze dem Wind. Vertreib die Sorgen, lebe den Spaß.
Refrain Chor:
Wach auf Wach auf, das Leben ruft du träumst hinweg was dich erreicht du machst dir Leben viel zu leicht.
Wach auf, Wach auf, das Leben ruft du riechts den Weg biegst vorher ab vergisst, dass Leben macht dich reich.
Refrain weiblich:
Ohne Mich mag ich nicht weiter gehen, ohne mich mag ich die Sonne sehen! Will den Zweifel in mir sehen möchte den Tag mit mir erleben.
Ohne Mich! --- Alle
Augen schauen in das Sonnenlicht. Lippen formen Worte von allein. Fühl mich, doch möchte ich anders sein. Seh des Windes Flüstern - spür mich nicht.
Refrain weiblich: Ohne Mich mag ich nicht weiter gehen, ohne Mich mag ich die Sonne sehen! Will den Zweifel in mir sehen möchte den Tag mit mir erleben.
Ohne Mich! --- Alle
Seh ich den Sonnenschein.. Find ich den Weg allein.. Werd ich ich und niemals immer sein???????
Und doch ist es ein Traum von mir. Die geht, sucht, findet, fand die Tür. Zu sich selbst, ins sich selbst...
Ohne mich! ... Alle
© Bettina Vetter
Mein Platz in dieser Welt
Daheim aus Mutter's Schoß geboren, ward ich als Mädchen nicht erkoren, Geist, Kunst und Wissen zu erforschen, weil ich als Mädchen muss gehorchen.
Diskutierte, warum?, weshalb?, sie gewann: las heimlich, schrieb heimlich dann und wann, unter der Bettdecke übte eine fleißige Hand, formte für sich die Linien, Worte, Verstand.
Deutsch vier, mündlich zwei, einerlei, die Aufsätze gelobt, die RE ein Brei. Verlor nie den Mut, übte weiter, gab auf, doch Muse und Dichtung nahm ihren Lauf.
Ein Spiel, ein Gefühl; die Linien klingen, erscheinen, sind weg, fangen an zu singen. Es ist wie Mathe, wie Sand, wie Licht es biegt und krümmt sich, endet nicht.
Mama: "Abwasch, Garten, Helfen, Mädchen geh und kauf für die Familie im Lädchen und denk nicht, dass du was besseres bist es ist wie ich seh, die weibliche List."
Vater: "Lehrberuf, du, wieso, brauchst du nicht! Heiraten, fortpflanzen, dass ist die Pflicht. Bin stolz, dass du rechnest wie ich es kann doch denke an mich, ich bin ein Mann!"
Die Worte halfen, das Geschick noch mehr, liebte Handwerk, Zahlen, Physik so sehr. Schaffte, dass sie mich lernen lassen, ein Mädchen vom Dorf, das wird nicht passen.
Was gaben sie, was gab mir das mit? Bis heut kenn ich des Mädchens Verzicht auf Wissen, auf Lernen, wie ich es wollte und die Jungens für die Eltern sollten.
Gegen den Strom schwamm ich ewiglich das Lernen, ein Ende für mich keine Sicht, da ich liebe, was neu, was anders und übe bis Wasser, Himmel und Wissen mich trüge.
Sie gaben mir mehr als das nur mit, als Mädchen geboren, eingestempelt die Pflicht dem Mann die Erben und Essen zu reichen Liebe und Sehnsucht, Hoffnung sind Leichen.
Wenn ich nicht ich wär, ein anderes Kind, dann hät ich nicht die Leichtigkeit vom Wind die Linien verschmelzen, bilden Bilder im Kopf die Liebe der Eltern, ich nicht mehr erhoff.
Ich liebe sie, verzeih ihnen alles, hoffe weiter, denn was ich sehe, sind Kinder auf der Wissensleiter hinauf laufend, die Linien findend, keine Angst mehr sie haben jetzt Hilfe, sind nicht allein, nicht so leer.
Wisst ihr, wie es ist, wenn alles verschwimmt? Wenn alles was sichtbar, einfach nicht stimmt? Wenn Worte wie Asphalt, klebrig und matt, den Mund verstopfen, das Hirn ist so satt?
Wenn Blau eure Lieblingsfarbe ist und ihr die Zahlen mehr als vermisst? Ordnung und Planung ist wichtig für euch und ohne sie ihr auf dem Boden kreucht?
Nein?
Dann kommt und lest, wie ich es lese.........
--- Danke an meinen Mann, der mir die andere Welt zeigt und zeigte---
© Bettina Vetter
Wo? Warum?
Wo ist der Weg, den ich gehen wollte? Ein Himmelreich für den, der findet, was ihn am hier-am jetzt noch bindet. Liebe, Leben, Hoffnung und Sein sollte? Oder nicht? Oder doch? Wo sehe ich wann? Ich-Du loslassen, selber oder nicht gehen kann?
Wohin geh ich, wenn ich geh? Was seh ich, tut es noch weh? Fühl ich, denk ich, bin ich noch da? Ohne Fleisch, nur die Seele, bin ich noch nah?
Licht oder nicht, Sein oder Nein, Was kommt danach, was lass ich zurück? War glücklich, war traurig, doch nie allein. Deine Liebe begleitet mich Stück für Stück.
So viele Fragen für ein-kein Leben, Wo liegt der Sinn in allem begraben, wo findet die Liebe jenseits das Geben, wann kann man sich wo am Hier laben?
Nun wandere ich und finde dich nicht, gehe jeden Weg, jeder Frage nach, sehe nicht, suche nicht, finde Licht, die Welt ist anders, jetzt, heut, danach.
Er sollte da sein, hier sein, bei uns. Er sollte nicht nehmen, was wir lieben. Glaube und Hoffnung ist eine Kunst, wenn der Verlust dich hinwegfegt nach drüben.
Warum? Weshalb? Warum? Warum?
Nun bleibt die Erinnerung, das Herz in mir das Gefühl deiner Nähe, bin da bei dir. Nun bleibt der Hauch, das Flüstern im Wind, der Geruch, der Ton, der Blick was wir sind. Du lebst, lebst nicht, lebst weiter dort in unseren Herzen, nein, da gehst du niemals fort.
Sei nicht traurig, fühl dich frei von all der Last, die du in all der Zeit trotz so viel Liebe getragen hast. Kein Leid wird mit dir gehen, du wirst ein Lachen sehen, du wirst ein Weinen sehen und mit unsren Herzen gehen. Hab Frieden in dir, gib ihn mir, gib ihn ihr, du wirst vermisst. Den Frieden, dass es richtig ist, so wie es ist.
© Bettina Vetter
Wege
Hier auf dem Stuhl, da sitz ich nun guck den Bildschirm an und auch nach vorn schau zurück und tu nur das, was alle tun, wie schön wär es, in sich zu ruhn.
So viel hab ich nun längst gesehen, erhofft, dass jeder sieht was geht. Mein Herzblut ist dort in den Seelen wie es in mir in dir geschrieben steht.
Doch was kommt später, hier und jetzt? Werden sie da sein, wie bisher und helfen jedem, der sich verletzt am Leben, der Seele und viel mehr?
Wird Bestand haben, was da ist, wenn wir Tür und Tor verriegeln? Wenn wir immer fragen, wer du bist? Uns stets in uns und hier einigeln?
Ich weiß es nicht mein liebster Freund, ich ahne nur, dass all das nur besteht, solange niemand in sich, für alle träumt und andre, neue, fremde Wege geht.
Das Leben weiß ich, hat viele Wege für jeden hier und jetzt zu sehen, ist alles für sich, dich, auf ewig rege den richt'gen Weg für sich zu gehen.
Du fragst, was wohl nachher kommt? Ich sag, dass weiß ich, weiß ich nicht. Du fragst, was weißt du, ob es sich lohnt? Du wirst vor der Frage schon vermisst.
Wie oft denkst du, denk ich das Gleiche, reden kaum und hoffen auf Verständnis. Schweigen nicht, füttern nicht die Leiche, die Seelen mit sich tragen bis ins Licht.
Wir sind so quer und doch so eins brauchen den Ort, den Platz für uns. Geben heißt Nehmen so wie einst, doch richtig Geben, das ist die Kunst.
Ich liebe dich, so wie mein Leben, liebe die Stille, den Krach und Geben. Ich liebe dich, wie meines Herzens Atem, liebe den Winter, doch nicht die Satten.
Tu was, lebe, tu was damit du weiter leben kannst!
Mein Freund!
© Bettina Vetter
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Die Tiefen der See (le)
Wasser ist tief, der Himmel weit, die Welt rund und du?
Schwimmst!
Fliegst in Gedanken,
ziehst Kreise wie ein Karussel,
bleibst nur selten stehn!
Wege sind lang, viele gibt es, wenige betritt man, noch weniger sieht man. Und du?
Rennst, drehst dich um,
fragst, gehst weiter,
suchst, bleibst stehen
um nichts mehr zu sehn.
Netze sind fein, fangen die Kleinsten ein, biegen sich bei Großen, aber halten immer Stand als helfende Hand.
Geht jeden Weg,
wohin er auch geht,
begleitet die Sorgen,
denkt auch an Morgen,
ist bei dir in Träumen.
Der Schleier ist dicht, verzehrt manch Gesicht, was den Blick verloren. Sonne schickt Licht, öffnet der Knospen Schicht Stück für Stück kehrt der Weg zurück.
Ist es ein Neuer?
Was ist denn neu?
Seh ich es anders?
Ist etwas anders?
Wo geh ich hin?
Nimm meine Hand, dir den Verstand, Herz weiß den Weg, Freundschaft den Steg über den du gehen wirst.
Suchst du das Licht? Am Ende des Pfades? Denk nur, ich sah es auf jedem Weg der im Leben dir begegnet.
Freundschaft
© Bettina Vetter
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Le vérité toute nue
Der Wind weht lau, die Wolken ziehen leise über das unendliche Grau; am Horizont singt eine Meise.
Der Mensch ist still, die Maschinen jetzt schweigen vibrierende Luft voll Gefühl: der Tanz der Kinder im Reigen.
Die Augen sind trüb, grau das Haar, liniert der Mund, Füße treten das singende Lied; stille Worte sprühend bunt.
Die Ohren sind taub, das Herz schlägt gegen die Tür. Öffnet die Pforten aus Staub, die Liebe summt ihre Kür.
Träume sind Wahrheit, wenn du deine Wände zerstörst. Ohren, Augen verschließen das Leid wenn du des Freundes Liedchen hörst.
Glassplitter werden rund schneidende Zunge verstummt die Windhose dreht ihre letzte Stund´ "Ich liebe mich!" sagt dein Mund.
Ich träumte für euch euren Traum
der stillen und ruhenden See-
le
vérité toute nue
in
Freundschaft
am
Seelenufer des träumenden Wasser´s des Lebens
© Bettina Vetter
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| Cri du coeur (Stimme des Herzens)
Zum Aufbruch bereit der Stimme folgend, nehme mir die Zeit, der Himmel brennt.
Lehne mich zurück und schau in die Sterne, denk´, oh mein Glück, an euch in der Ferne.
Flora, Fauna und Städte erwarten uns, wir sie. Glied für Glied, die Kette der Lichter-Symphonie.
Au fond du coeur ( Im Grunde des Herzens) findest du Zeit und Raum; á la lumière solaire ( im Sonnenlicht) steht der Freundschaftsbaum.
Die Ferne schwindet, wenn das Herz offen, Licht überwindet, was wir alle hoffen.
Leben erhält den Sinn wenn wir das Licht sehen wer du bist, ich bin werden wir tiefer erleben.
Mit offenem Herzen die Realität spüren, entzünde ich die Kerzen; Seelenfeuer öffnen Türen.
Sonnenlicht - Freundschaftslied
© Bettina Vetter
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Nun sitzt man da am Strand und versucht, über Worte der Männer nachzudenken, wie sie Frau sehen und empfinden. Durch einige sehr interessante Gespräche mit dem anderen Geschlecht (unter anderem auch mein Mann) und dem eigenen, kamen nachfolgende Gedankengänge. Eigentlich interessant, sich in die andere Richtung des Denkens zu bewegen und gehen tut's bei mir nur in einer entspannten Umgebung: Strand, Sand, Sonnenuntergang, allein.
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| Fraulich gedacht
Klick, klack, ratter keinen Stillstand dulden.
Rechts, links, vorne, hinten blicklos alles wahrnehmen.
Listen, planen, sortieren, denken voller Inbrunst abarbeiten.
Einer, mehrere, viele, alle einbeziehen in die Energiewelle.
Suchen, tasten, ratlos, unverstanden sich selbst vergessen, nie gelebt.
Umdenken, arbeiten, loslassen, finden Zuständigkeitsbereich auf sich beschränken.
Naturbedingt? Anerzogen? Reingerutscht? Vorgelebt? Fraulich gedacht und fast erwacht!
©Bettina Vetter
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| Am Ende eines Tages
Die Nacht bricht an, Zeit zu ruhen die Arbeit ist getan und viel zu viel blieb liegen. Was wolltest du nicht alles schaffen, was hattest du nicht alles vor und wiedereinmal kam es anders.
Fühlst dich, wie der Sand in der Sanduhr nur umdrehen kannst du dich nicht. Zeitlos schwirrst du von einem zum anderen und dich selbst lässt du nicht zu. Vergessen fühlend liegst du nun da und trauerst.
Du weinst um die nicht vorhandene Zeit, um den Sand, der verinnt, um dein Leben, dass es nicht gibt für dich. Jetzt ist der Raum vorhanden, für meine Worte, die dich umdrehen, aufwecken und stützen sollen.
Du bist der Sand und du bist der Fels an dem alle ruhen und zeitlos leben können. Doch jedes Korn war mal ein Teil eines Felsens und jedes Teil davon ist ein Stück von dir. Du musst nichts umdrehen, du hast alles vor dir.
In jedem Körnchen bist du und vergehst nie in jedem Teil des Ganzen steckt all das, was du gegeben hast und auch das bist du. Der Fels ist nie geschliffen und glatt man kann sich immer noch reiben und lernen.
Nun ruhe und bau dir ein Nest in dir und mitten rein in die Sanduhr der Zeit. Nichts geht dir verloren nur die Sicht auf die Körner die Sicht lerne wieder und siehe dich selbst. Du bist ein Fels in der Brandung, nimm dir Zeit.
© Bettina Vetter 2006
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| Gestörter Seelenfluss
Mit Worten betrogen, durch Gesten belogen, mit Lügen gepeinigt und nie das bereinigt.
Bei dir Schuld gesucht, aufs Neue versucht, in das Gute zu schauen und Allem vertrauen.
Langsam gefülltes Fass, Angst, Wut, Sorgen und Hass. Kein Nutzen hat die Geduld endlos fühlst du nur Schuld.
Eine Nadel fällt zu Boden, sparsam beginnendes Toben; die Fliege ruht an der Wand, schluckende Seele entflammt.
Sofort drüber reden, wenns belastet dein Leben. Bis später zu warten versperrt dir den Garten
der fliegenden Nadel
©Bettina Vetter
Version 2
Liebe Leut, ich sags euch halt, wie ihr gesünder leben könnt.
Wenn ihr schon am frühen Morgen, den Körper stopft, ihn übelastet dann dürft ihr euch net wundern, wenn die Völle euch vorm Mittag schon im Gedärm Probleme bringt.
Anstatt zu horchen, was er mag führt ihr die Prozedure fort, ohne dem Einhalt zu gebieten. So seit denn nun gequält und matt gefüllt bis an den Kragen satt, von Zweifeln durchgeschüttelt, bereit für meine guten Tipps.
Den Pümpel lasst mal einfach weg, den Medizinschrank schließt ihr zu, denn einzig hilft bei Überladung der Eingeweide und der Seele die reichliche Entladung. Danach ihr Lieben rat ich euch, macht auf den Mund er ist doch da und stopft nicht alles in ihm rein denn dann versteht euch keiner.
So leidet ihr nicht an Verstopfung und mancher lernt, dass ihr was seid, dass allgemein dahin gesagt ein Mensch mit allen Rechten ist und nicht nur funktioniert. Und sollten sie es nicht verstehen, dann wird es ihnen schlecht ergehen, denn außer schlucken bleibt die Türe auch für euch, dann zu gehen.
©Bettina Vetter
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| Einsamkeit positiv
AllEin sein, sich sammeln in der Schnelllebigkeit dieser Zeit.
Einsamkeit positiv
Den StEin und das Wasser, gesammelte Energie und die Herrlichkeit des Lebens in sich finden.
Einsamkeit positiv
© Bettina Vetter
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| Begegnungen
Wie ein Windhauch, ein Orkan, eine Böe, erfrischend oder zerstörend, aufbauend oder niederschmetternd, liebevoll oder voller Abneigung.
Nimm sie an
Berührungen im Leben sind vielseitig: geben, lehren, helfen, uns zu verstehen.
Nimm sie wahr
Und nie hört es auf, immer weiter führt der Weg, die Begegnung mit Allem was denkbar,. mit Allem was fühlbar. Begegnungen helfen dich selbst zu sehen, zu erkennen.
©Bettina Vetter
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| | Spektraler Schöpfungspfad
Kristalklar und zerbrechlich, ist deine zarte Haut. Ich dachte erst, ich träum' dich, so schön wie Elfenstaub.
Vernehm' ich doch ein Tosen, brachalischer Gewalt. Wie Dornen roter Rosen, schlägt Wasser mich so kalt.
Ein Riss im Universum, gleich einer Traumgestalt. Erscheint das blaue Spektrum, ein Farbenmeer erstrahlt.
Ich setze sanft die Hände, an mein banges Herz. Bestaune bunte Wände, vergessen ist der Schmerz.
Umhüllt vom wundersamen, Traumlicht der Schöpfungspfad. Bewegt das Herz der Lahmen, berührt sie sanft und zart.
Die Welt fühlt nun den Frieden, dank deiner Farbgestalt. Für immer alle lieben, verzichten auf Gewalt.
Der Himmel küsst die Sonne, reißt auf und lässt herein. Dein Licht erglänzt oh Wonne, im Regenbogen sein.
Ich dank dir Herr und fühle, dein all umhüllend Licht. Hinfort ist nun die Kühle, die in den Herzen sticht.
© Bettina Vetter 3/07 --------------------------------------------
| Dieses Gedicht schrieb ich für eine liebe Freundin. Es spiegelt einen Teil Ihrer Gefühle wieder.
Ach du mein Sternenkind
Leis' schlichst du in mein Leben, was ich nicht konnt, es geben. Ich fühlte sanft in mich hinein war stets mit meiner Angst allein. So sorgenvoll die Träume sind hoffnungslos für dich mein Kind. Es war nicht leicht, es war sehr schwer ich gab dich hin dem Tränenmeer.
Ich schaute deine Brüder an dachte an sie, an mich und dann sah ich mein kleines Sternenkind ein Licht kurz da und weg geschwind. Nie hätte ich dir geben können, was ich von Herzen jedem gönne, was ich dir hätte geben sollen, leben, laufen, lernen, tollen.
Die Last erdrückte mich sosehr allein mit dreien wär zu schwer. So ging ich leider einen Weg der diente einzig einem Zweck dich vor dieser Welt zu schützen was solls, ich weiß, es wird nicht' nützen. Ich gab dich weg ins Sternenreich denk stets an dich zu jeder Zeit.
Die Tränen sind oft ungeweint ich habs nur gut, nie bös gemeint. Du fehlst mir so, es tut mir leid an jedem Tag zu jeder Zeit. Und irgendwann mein Sternenkind, weht ein lauer, warmer Wind und bringt mich an dein Zelt heran dann drück ich dich so dann und wann an's warme Mutterherz heran.
Streichle im Traum so manche Nacht dein weiches Kinn, dein Haupt so sacht. Wieg dich im Schatten sanft in Schlaf und weiß das ich so manches schaff. Bin dir Mutter, Vater auf dieser Welt wo nur ich dich seh am Himmelszelt. Die Liebe nahm dich von mir fort fortan bin ich oft an jenem Ort wo ich dir am nächsten bin du mein liebstes Sternenkind.
© Bettina Vetter 3/07
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Kurzgeschichten
Der Sprößling
Die Erzählerin:
Ich bin schon uralt, von der Zeit gezeichnet, doch der Natur sei Dank,
meine Sprösslinge sind schon fast so groß wie ich, gesund und kräftig.
Und doch, ich höre nie auf, mir um sie Sorgen zu machen. Es könnte sein,
dass sie vor mir dran sind, diese Welt zu verlassen. Es war nicht immer so.
Die Geschichte beginnt.
Vor kurzem lebte meine direkte Nachbarin noch. Ich wollte nicht
lauschen, aber wie es nun mal so ist, man hört es halt doch. Ich schicke
das Gespräch mit ihrem Sprössling zu euch, damit es nie verloren geht,
damit wir alle noch eine Chance haben:
Sprössling! Wach auf! Das Frühjahr naht!
Mammmaa, ich bin soo müüde! Was soll ich tun?
Strecke deine Arme aus, nach unten und nach oben! Trinke und atme,
damit du groß und stark wirst. Richte dich zur Sonne aus!
Mama, es stinkt! Ist das immer so?
Ja Sprössling. Es ist unsere Aufgabe, zu reinigen. Trinke!
Ist es so richtig? Aber das Wasser schmeckt nicht besonders. Warum nicht?
Erkläre ich dir, wenn du goss bist. Sei still und tu was ich sage!
Die Erzählerin:
Ihr Sprössling war gehorsam. Er wuchs und er entfaltete sich den
Umständen entsprechend gut. Es ging auf den Sommer zu.
Mammaa!! Ich habe Durst!
Streck deine Arme tiefer nach unten aus! Dort ist noch Wasser! Bald
kommt Regen!
Mama, warum stinkt es immer noch so? Ich habe mich doch bemüht!
Wenn du groß bist, dann erzähle ich es dir. Mach dir keine Sorgen, ich
pass auf dich auf.
Mammaa, warum ächzt du so?
Ach Sprössling, ich bin zu alt, um mit der Luft und dem Wasser klar zu
kommen. Eine Krankheit sucht mich heim.
Kann ich dir helfen? Mamaa, du musst mir doch noch alles erzählen!
Helfen? Nein, das macht die Natur. Erzählen? Ich glaube bald ist es
soweit.
Was für eine Krankheit?
Meine Haut pellt sich, sie reißt und juckt, als wären tausend Nadeln
in ihr! Bald bin ich ohne Schutz!
Mama, ich strecke die unteren Arme aus, um dich zu halten!
Danke dir, Sprössling! Ich liebe dich.
Ich liebe dich auch, Mama.
Erzählerin:
Meine Nachbarin litt fürchterlich. Und doch munterte sie ihren
Sprössling immer wieder auf.
Es kam die Zeit des Wechsels - so nennen wir es. Wir hofften alle, dass
sie danach gesund sein würde. Aber es kam anders!
Mama! Ich habe keine Lust mehr zu atmen und zu trinken! Ich bin wieder
so müde. Was soll ich tun?
Keine Sorge, Sprössling - wir werden bald schlafen. Lass dein
Haarkleid fallen!
Aber Mama! Dann höre ich doch auf zu wachsen?! Und außerdem stinkt es
immer noch! Sagst du mir jetzt, warum?
(stöhn) Die Vierarmigen tun das, warum weiß ich auch nicht. Und wie
kann ich dir auch nicht erklären. Wir sind zu wenige, um das zu verhindern.
Mammaaa! Hast du das gehört? Sind das diese, die nur vier Arme haben?
Ja, sie suchen diejenigen von uns, die sie brauchen.
Dann sag ich ihnen jetzt, dass sie aufhören sollen, die Luft so
schlecht zu machen!
Sprössling, bring mich nicht zum Lachen! Mir tut alles weh. Sie werden
dich nicht hören. Das konnten sie noch nie.
Maammmmmmaa! Es ist so laut!
Auuaaaaa! Sprössling, ich muss gehen!
Warum? Mamaaaaa bleib!! Was tun die??
...
Mamaaaaaa???????????????
Die Erzählerin:
Sie antwortete nicht mehr - wieder ein Baum weniger!
Wir haben mehr zu tun und immer mehr und kommen nicht mehr gegen den
Gestank an! Viel zu viele sind schon krank und geben doch ihr Bestes. Es
wird immer schwieriger, Sprösslinge groß zu ziehen!
Wir wissen bis heute nicht, warum um der Natur Willen die Vierarmigen
das alles tun!
Dieses war nur eine Geschichte, doch der Wind erzählt uns noch viel,
viel Schlimmeres!
Wohin soll das führen?
© Bettina Vetter
Die Wolke (Bettina Vetter)
Es gab einmal eine Wolke, die sich in ganz neue Gebiete wagte. Gebiete, die sie nicht kannte, die sie nicht beherrschte. Die Menschen um sie herum waren ihr vertraut mit ihrer Gestik, Mimik und ihren Worten.
Das neue Terrain war allerdings nur mit geschriebenen Worten erreichbar und genau darin lag ihr lang gehütetes Geheimnis. Oft verstand sie die Worte nicht so, wie sie gemeint waren, oft verstand man sie nicht, aber sie lernte und lernte. Doch machte ihr der Umgangston zu schaffen. Friedfertig und offen wie sie nun mal war, ging es ihr sehr nahe, dass sich so viel mit so gewaltigen Worten gestritten wurde.
Bevor sie die Gewitter erreichen konnten, zog sie sich zurück. Sie wollte ergründen, warum und weshalb solche Unwetter entstehen und fand einen Ort jener, die aus dem gleichen Grunde einen Rückzug gemacht haben.
Dort kam die Ermunterung, die Aufforderung sich zu öffnen, sich fallen zu lassen. Die Versprechen in Worten, dass man sie versteht und auffängt und ihr helfen wird, alles zu lernen und zu verstehen. Nun war diese Wolke aber nicht mehr die Jüngste und hatte berechtigte Zweifel. Nur leider erkannte sie die Ausmaße zu spät.
Viele nette Wolken waren um sie herum, aber mehrere Gewitter türmten sich nach und nach auf. Sie kannten mittlerweile die Schwachstellen der Wolke und prickten, wo sie nur konnten. Einen Lektor mit Namen Word sollte sie für jedes geschriebene öffentliche Wort benutzen, da man sie sonst nicht lesen, verstehen könnte. Man bot ihr einen Ratgeber dafür an. Es wäre doch schade, und auch von ihr nicht gewollt, dass niemand, aber wirklich niemand sie weder lesen noch ihr antworten könnte oder möchte.
Ein besonders männliches Gewitter riet ihr, nur in Gedichten zu antworten, zu schreiben. Der Mut verließ sie, aber die Wut steigerte sich maßlos. Wie können diese Gewitter- wolken sich anmaßen über diejenigen so zu urteilen, denen sie eigentlich helfen wollten?
Schreibe in Blau und Groß, das hilft. Wolke schrieb in Blau und Groß, es half, aber dann konnten es andere nicht lesen. Was sollte sie tun?
Sie entschloss sich, weiterzuziehen, dahin, woher sie gekommen war. Ihr Zuhause. Komisch war nur, dass sie dort jeder lesen konnte.
Kurze Zeit später kamen die Gewitterwolken hinterher. Donnerten mit einem Groll der Wut um sich und verbreiteten schlechte, gemeine Worte. Intrigen wurden gesponnen, Unwahrheiten verbreitet, ohne dass die Wolke je ein schlechtes Wort verloren hätte. Verdächtigungen, die sie fast auf den Boden gezwungen hätten. Aber ihre Reife, ihr Verständnis für die Mentalitäten der Menschen, hielten sie oben. Dazu kamen die vielen netten Wolken, die sie kennen lernen durfte. Sie nahm alles und lernte daraus. Sie erkannte, dass sie nicht jedes Gewitter an sich heranlassen darf und dass sie nicht jedem helfen kann.
Dann entschloss sie sich, den Ort der ersten Stürme aufzusuchen, lange war sie nicht dort. Von ihrem Zuhause aus konnte sie jederzeit eine kleine Weile rüberhuschen und ein wenig teil haben, an all den Worten.
Noch lange nicht kann sie sich so wortgewaltig äußern, da sie eher schlicht und geradeheraus mit einfacheren Mitteln kommuniziert.
Sie bat mich, ihre Geschichte zu schreiben, damit sie allen Gewittern danke sagen kann. Ohne die Unbillen hätte die Wolke nicht so viel lernen können.
Hoffentlich konnten sie auch aus ihr lernen, lernen zu akzeptieren, dass es Wolken gibt, die nicht falsch sind. Das war das eigentliche Problem der Gewitter. Das Unverständnis, das Misstrauen gegenüber allen, die zu freundlich sind. Sie hatten Probleme damit, die Wahrheit in den Worten zu sehen. Vielleicht, weil ihre Worte zu sehr überdacht waren zu sehr geschönt?
Der einzige Sonnentag (Bettina Vetter)
In Wyk auf Föhr vor vielen Jahren. Die Kinder waren 5 und 3 Jahre alt. Wir befanden uns seit 1 ½ Wochen bei Dauerregen auf der Insel und wollten diesen Tag am Strand genießen. Die Kinder buddelten fleißig, barfuß im Sand und wir genossen die Sonnenstrahlen sitzend auf einer Bank. Natürlich immer mit einem Auge auf die Aktivitäten unserer Kinder. Mit einem Mal riss mich ein Entsetztenschrei aus meinem Vergnügen. Ein Doppelblick auf die Kinder, nichts! Sie fielen gerade lachend in den Sand. Dann der Kontrollblick zur Seite! Oh Ha! "Was lacht ihr denn so? Kaum sitzt man hier schei.. einem eine Möwe aufs Haupt."
Nun konnten wir alle nicht mehr piep machen vor Lachen und mein GöGa lief etwas arg rot an! "Hast du denn gar kein Mitleid? Reich mir endlich ein Taschentuch und hilf mir! Sag mal, wie lang war die denn nicht auf Klo? Und hört jetzt endlich auf, über mich zu lachen! Ich bin der Letzte, der das lustig findet!" Also half ich ihm unter dem Geschrei "AAAAAAAA" der Kinder, sich von dem Abfall zu befreien. Der Arme muss sich diese Geschichte heute noch anhören und wir lachen immer noch gern darüber.
An diesem Abend fiel die Reinigung des Haupthaares etwas üppiger aus und die Kinder kamen früher ins Bett. Wir hatten kein Pflaster für die Plappermäulchen dabei. Nach diesem Tag regnete es weitere 1 1/2 Wochen! Was hatte das wohl zu bedeuten?
Nachtrag von Wolli:
Die Rache erfolgte 10 Jahre später:
Wir gingen am Strand spazieren und unsere Tochter, inzwischen im Teenie-Alter, hatte gerade eine der berühmten Bensersieler Eiswaffeln bekommen. Just als sie hinein beißen wollte, kam eine Möwe von hinten und entriß ihr das ganze Eis, um sich daran gütlich zu tun.
Ob diese Möwe nun aus Wyk auf Föhr war, vermag ich allerdings nicht zu sagen.
Ein Karton Eiswaffeln sorgt für rote Köpfe...
Seit vielen Jahren machen wir Urlaub in Bensersiel.
Jedes Mal gibt es etwas Ordentliches zu erzählen!
Diese Erlebnisse möchte ich mit Euch teilen; ihr dürft euch entspannt
zurücklehnen und lächeln, wenn euch danach zumute sein sollte!
Bei unseren Lieblingsvermietern haben wir eine supertolle Wohnung angemietet.
Das Merkwürdige ist nur: die Betten, unbequemer als zu Hause, verhindern die nächtlichen Schnarchattacken meines Mannes!
Ich frage mich, ob wir das Kinderzimmer (mein Ausweich-Quartier) wirklich brauchen!??
Mein Hirn kann kombinieren, aber ich komme auf keine Lösung des Problems.
Sollte es an der Härte der Matratze liegen oder - an der Salzluft?
Egal, erst einmal genießen!
Nun weiß ja jeder, dass zu dieser Zeit die Fußballeuropameisterschaften im Herrenfußball stattfinden.
Wir, eigentlich keine Fußballfans: ab vor den Fernseher!
Männe sonst kuschelig, bequem in der Sofaecke liegend, wird putzmunter:
Spring auf! Schrei ! Fluch! Toor!
Toll, er lebt!
Kaum ist das Spiel zu Ende: das übliche Flackern der Augenlider und der Satz: "Wie lange dauert deine
Gutenachtzigarette denn noch,... bin müüüde!"
Zweites Problem( für die Zukunft): Wie bekomme ich ihn dazu, zu Hause nicht zu schnarchen und vor 24.00Uhr noch munter zu sein?!
Nach 2 1/2 Wochen wollen wir endlich den gewohnten Einkaufsbummel in Esens machen.
Oberhemden sind wieder einmal an der Reihe, und ich Einkaufsmuffel muss ja nun als Oberberaterin dabei sein!
Wie immer ist unsere Lieblings - Eisdiele genau gegenüber der Einkaufsstätte, und nach verrichteter
Arbeit (Wolli darf die Einkäufe selber schleppen, nicht wie in dieser doofen Werbung!) gibt `s eine Belohnung!
Ich bin nun kein Fanantiker, was Süßes betrifft, aber die
Eiswaffeln sind einfach göttlich (verzeih da oben, sollte keine
Blasphemie werden).
Also ran: Wolli bekommt sein Eis - und ich (bettel, bettel) - eine Waffel ohne Eis!
"Mmmh, Wolli, so etwas sollte es bei uns auch geben, ich könnte diese Waffeln glatt jeden Tag vernaschen!"
Verkäuferin: "Können Sie haben!"
"Was kosten die denn?"
Die Verkäuferin läuft nach hinten( der Laden ist riesig! )und sagt:" 180 Stück 30Euro."
"Wie lange haltbar?"
"Moment, komm gleich wieder!!"
Passanten bleiben stehen, das "Lokal" dreht sich um, ich meine : wie im Spiel "Stühlerücken"...
"Bis Juli nächsten Jahres."
"Ran damit, ist gebongt!"
Sie rennt nach hinten, der Menschenauflauf wird größer!
Zuerst ist ein riesiger Karton zu sehen, und dann................ein Mensch nach dem anderen kommt aus der Eisküche!
Zum Schluß steht dort die gesamte Belegschaft und beobachtet dieses Schauspiel!
Mein Gedanke: "Bloß schnell weg!"
Gedacht getan!
Zuerst suchen wir eine Sitzbank auf, damit wir in Ruhe essen können.
Wolli isst sein Eis mit Waffel und ich meine Waffel ohne Eis!
2 Kindergartenkinder fragen :" Wollt ihr die alleee alleine essen???"
"Jooo!"
Eine Horde Grundschulkinder fragt:" Wo steigt die Fete, wir bringen das Eis mit!??"
Wie gut, dass wir schnellstmöglich zum Auto gehen. ..
Ich : bepackt mit Oberhemdentüten.
Am nächsten Abend werden wir von unseren Vermietern in ein nobles Restaurant eingeladen,
es ist ein Dienstag, der Dienstag( bedarf in meiner Erinnerung besonderer Betonung!)!
Der Ober kommt, um die Bestellung aufzunehmen, - und dann!!!!!!!
Ober:" Haben Sie ihre Eiswaffeln denn schon alle aufgegessen?"
Ich merke innerhalb von Millisekunden, dass das gesamte Blut meines so überaus zarten Körpers den falschen Weg einnimmt.
Schweiß tritt mir auf den schon beginnenden Damenbart und ich antworte:" Ähm, nööö, wieso, sie, warum wissen sie das??"
Er: "Montags ist mein freier Tag und meine Frau wollte einkaufen. Ich habe mir halt gedacht, es muss ja einen Grund geben,
dass da in der Eisdiele so viele Menschen stehen!"
Jetzt kommt auch noch die restliche schweißproduzierende Masse meines gebeutelten Körpers in Gang!
Dieser Zustand hält, dank der grinsenden, essenden Meute um mich herum an den anderen Tischen, 2 Stunden an...
Er bekommt allerdings beim Verlassen der Lokalität einen Aufmunterungsschub.
Ein ankommender Gast: "Haben sie evtl. vergessen, heute die hier immer notwendige Sonnencreme zu benutzen?"
Wie gut, dass der Nordseewind draußen frisch ist, ich bin fertig!
Kann frau sich denn noch nicht mal ihre Wünsche erfüllen???
Das nächste Problem kommt bei der anstehenden Heimfahrt.
Ein tapferes Zurückhalten beim Waffelverzehr bewirkt, dass wir den vollen Karton in einen Ford Fiesta 01 packen müssen.
Nur ist es auf der Hinfahrt schon etwas problematisch gewesen, den halben Hausstand hineinzustopfen!
Wir haben es jedoch geschafft!
Mammpf! Prost Eiswaffel!!!
Text: Bettina Vetter, Illustrationen: Gaby Petersen

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Lisa findet ihre Antwort!
(Bettina Vetter)
"Lisa, das Essen ist fertig! Kommst du bitte?"
Lisa trottete heran, lustlos und in Gedanken versunken.
"Setz dich endlich hin, das Essen wird kalt. Und ziehe nicht so ein Gesicht!", sagte ihre Mama schon ein wenig verärgert.
Was die Erwachsenen nur immer haben? Kaum ist man nicht am Lachen und
Toben, maulen sie!
"Was ist denn? Schmeckt es Dir nicht?", fragte ihr Papa.
"Ich denke nach", antwortete Lisa und stokerte in ihrem Gemüse herum.
"Oma!? Du bist doch schon so alt! Kannst du mir sagen
was nach dem Tod kommt?"
Oma verzog das Gesicht, als wenn sie auf eine überreife Zitrone gebissen
hätte.
Papa räusperte sich verlegen und Mama stand kurz vor einem Wutausbruch.
"Was habe ich denn getan?" Beleidigt stand Lisa auf und ging nach
draußen in den Garten.
Der Abendtau legte sich schon auf die Blätter der Bäume, aber das war
ihr egal, sie mußte nachdenken. Am besten ging es, wenn sie zwischen Salat und Blumen dahinschlenderte.
Sie lauschte auf den Frühlingsgesang der Vögel.
 | Lisa war schon immer ein neugieriges Kind. Machmal waren ihre Eltern
geduldig und erklärten alles ganz genau und ein anderes mal kam ihre
Frage einem Kanonenschlag gleich. So wie vorhin!
"Nach den Sommerferien komme ich ja endlich in die Schule, mal sehen, ob
die mehr Antworten haben!", sagte Lisa laut vor sich hin.
"Wenn es nach dem Tod nichts gibt, warum macht man dann soviel? Ich
würde nur Sachen machen, die mir Spaß machen! Den Himmel - das nehme ich
den Erwachsenen nicht ab! Ist ja fast so wie mit dem Weihnachtsmann und
Osterhasen. Denken wohl ich bin blöd! Da ist nichts - höchstens so'n
Ozonloch, oder wie das heißt!
Darüber ist das All und Sterne, habe ich in einem Film ja schon gesehen!
Wenn da die Toten wären, könnte man sie ja sehen.
Aber wo sind sie sonst? Wahrscheinlich wissen das die Erwachsenen auch
nicht. Ich glaube sogar, dass sie deshalb auch so eine Angst haben,
darüber zu sprechen."
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Währenddessen sie so vor sich hinredete, kam sie an einem ihrer
Lieblingsbäume an und legte sich ins Gras, um durch das frische
Blattwerk in den Himmel zu schauen.
Lisa blickte versonnen in die Ferne.
Kleine Tautropfen spiegelten das Licht in tausend Farben. Langsam
bewegten sie sich über die Blätter des Baumes auf Lisa zu.
Einige liefen schon am Baumstamm herunter. "Jetzt fange ich wohl schon
an zu träumen", murmelte sie und rieb sich ganz kräftig die Augen. Als
die wieder aufblickte, waren die Tautropfen verschwunden. "Was sagt Mama immer? Meine Phantasie geht mit mir durch. Sie mag wohl manchmal recht haben!" | 
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| Lisa wollte gerade aufstehen, um zum Haus zurückzugehen, als sie verzückt aufschrie! Vor ihr im Gras hatten sich alle Tautropfen gesammelt. Sie schienen das Sonnenlicht in sich eingesogen zu haben, ein Glitzern und Funkeln wie Tausende von Diamanten war das. Sie bekam ein komisches Gefühl im Bauch und in ihrem Kopf tobten plötzlich Tausende Fragen und Stimmen: "Wer bist du? Hast du auch eine Geschichte zu erzählen? Bist du neu?"
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Lisa schüttelte sich. "Wer seid ihr? Eigentlich glaube ich nicht mehr an Märchen!" Ein ganz besonders großer Tautropfen kam auf Lisa zu und fing an, zu erzählen. "Wir sind die Erzähler. Jedenfalls nennen wir uns so. Alles was ein Mensch in seinem kurzen oder langen Leben sammelt, saugen wir auf und geben es weiter. Solange bis alle Erzähler die Geschichte kennen. Viele von uns haben schon eine ganze Menge davon."
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"Seid ihr der Tod?", fragte Lisa ängstlich und durchaus neugierig und erstaunt. "Es gibt bei uns keinen Tod - wir sind da! Ihr werdet geboren und Ihr könnt auch sterben." "Weißt du vielleicht, was danach kommt?"
Lisa war mulmig zumute. Ob sie wohl eine Antwort bekommen würde? "Es gibt keine einfache Antwort auf diese Frage. Aber für dich versuche ich es: Wenn dein Körper nicht mehr ist, bleibt deine Geschichte über! Dein Erzähler sammelt sie auf und bringt sie weiter, solange bis du neue Geschichten sammelst. Dadurch haben wir immer aufs Neue Freude!" "Sind wir dann nach dem Sterben in Euch drin?" "Man könnte es so sagen, du bist ein Teil von uns, wir nennen euch die Sammler!" "Also sind wir im Leben die Sammler und nach dem Tod ein Teil eines Erzählers." Lisa wurde ganz still, gähnte laut und schlief ein.
Als sie kurze Zeit später wieder erwachte, wurde sie über sich selbst ärgerlich. " Endlich erklärt man mir alles-- und dann schlafe ich ein!" Langsam schaute sie sich um, doch nirgens war etwas von dem Zauber der Tautropfen zu sehen. Es beschlich sie das ungute Gefühl, alles nur geträumt zu haben. "Na, wenn schon. Auf jeden Fall ist das eine Erklärung, die ich glauben kann", dachte sie laut.
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 | Sie rannte ins Haus, die Treppe rauf in ihr Zimmer.
Dort im Bett liegend schön eingemummelt, nahm sie sich vor, eine
besonders schöne Geschichte zu sammeln. Auch wenn das manchmal bestimmt
nicht einfach sein würde.
"Gleich morgen werde ich es allen Erwachsenen
erzählen. Dann muß keiner mehr Angst haben vor dem Tod."
Sie dachte an
all die Tautropfen, an das schillernde Licht und an die vielen
Geschichten, die sie eines Tages hören würde. Vielleicht nennt man es
deshalb Himmel - so hell und freundlich - ist es ein wunderschönes Wort
für den Ort, wo die Erzähler sind. |

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Ein Grund mehr, keine Kinder zu kriegen (Bettina Vetter)
Vor 23 Jahren wurde ich in eine Abteilung versetzt, um
eine
kurz vor dem Mutterschutz stehende Kollegin zu vertreten.
Mit meinen 20 Lenzen kein Problem. Jung, dynamisch und aufstrebend
machte ich mich an die Bewältigung der neuen Aufgaben heran.
Einige Wochen später ging die frohe Botschaft eines frisch entbundenen
Knabens wie ein Lauffeuer durch die Firma.
Ihr wißt ja alle, was dann zu tun ist. Sammelbüchse in die Hand und Geld
eintreiben, um im Krankenhaus einen standesgemäßen Besuch abzustatten.
Ich, der Junior, wurde damit betraut, Blümchen und einen
Gutschein im Kindergeschäft zu erwerben. Danach gings Richtung Kranken-
haus. Der frisch gebackenden Mutter wurde reichlich gratuliert. Jede Menge
Fragen prasselten ihr entgegen.
Endlich konnten wir das Ergebnis sehen, grabschen und unsere Neugierde
befriedigen. Ich hielt mich brav zurück, denn irgendwie war mir so ein
Minimonster suspekt.
Mitten in der Erzählung der Mutter, wie die Geburt nun war, fiel der
Satz:"Und dann sprang meine Blase!"
Hellwach, entsetzt, was die Arme da aushalten mußte und gleichfalls
um ihre Gesundheit besorgt, meinte ich endlich auch eine Frage stellen
zu müssen:"Heilt das auch wieder?"
Keine Antwort, auch von den Anderen nicht. Das konnte nur Schlimmes
bedeuten! Man spricht über so was nicht.
Keine Sorge, meine Kollegin hat es überlebt. Vielleicht hat das
ausgereicht,
mich insofern zu beruhigen, selber doch noch Kinder zu bekommen.

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