Prosa / Kurzgeschichten
Gedichte und symbiotische Gedanken I
Meine Gedichte I habe ich in einem Buch zusammengefasst und mit meinen Fotos illustriert:



Facettenreichtum des Menschen,
inspirieren meine Gedanken.
Erst gemeinsam mit Liebe betrachtet,
können sich neue Wege eröffnen.
Knospen werden zu Blüten,
Schatten ist der Zwilling des Lichtes
und der Anfang begleitet das Ende.
Nichts kann ohne das andere existieren.
Findet Euch, dann werdet ihr gefunden.
Text und Bilder: Bettina Vetter
© 2006 alle Rechte bei Bettina Vetter
Nachdruck nur mit Genehmigung
Bettina Vetter
Gedichte und symbiotische Gedanken II
Freundschaft
weich gebettet und gehegt,
gepflegt und umsorgt,
bist niemals allein -
Freundschaft.
© Bettina Vetter
Die Sonnenstrahlen des Tages
wärmten mein Herz.
Nun schicke ich dir
diese Wärme, gefüllt mit meiner Liebe
damit sie dich behüte
bei Tag und bei Nacht.
Freundschaft
© Bettina Vetter
Offene Worte mit offenem Herzen
gebe ich dir mit auf dem Weg.
Lass sie keimen und wachsen,
damit du die Stärke in der Schwäche fühlst.
Freundschaft
© Bettina Vetter
Offene Worte mit offenem Herzen
gebe ich dir mit auf dem Weg.
Lass sie keimen und wachsen,
damit du die Stärke in der Schwäche fühlst.
Freundschaft
© Bettina Vetter
Der Himmel hängt tief
über grüne Flächen
die so satt und voller Leben
mir die Fülle der Gefühle zeigen
die ich empfinde, wenn ich an
dich
denke.
Freundschaft.
© Bettina Vetter
Hauptbahnhof Leben
Heut stand ich,
mitten
unter vielen Menschen,
geschäftigt
liefen sie kreuz und quer,
als
wäre alles in Unordnung,
sah
ich ihnen ins Gesicht,
in
die Gesichter und
erhaschte
nur wenig Lächeln.
Doch
dann blieb ich stehen,
drehte
mich um und nahm wahr,
dass
um mich herum eine
Aura
entstand, die alle ausweichen
ließ,
denn ich lächelte die
Entgegenkommen-
den an und es kam ab und an ein
Lächeln
zurück. Das möchte ich mit dir
teilen.
Freundschaft
© Bettina Vetter
Die Nacht
Die Nacht kam spät
und spät der Schlaf.
Erwachte früh
der Tag war grau
ging los und tat
was nötig war
und da, schau hin
der kleine Funke
blitzt vollendet
ach so schnell
und schon war mir
der Tag doch hell.
Ich weiß nicht was
nicht oft warum
doch spür ich dich
in meiner Näh'
und teile nun
den Funken jetzt
zu gern mit dir
mit dir
mit dir
denn für mich
gibts nur das wir.
Freundschaft.
© Bettina Vetter
Du bist Du
Du weintest
wir redeten
du lachtest
wir bröselten
fanden Wege
fühlten Pforten
lebten schneller
und langsam
gerieten tiefer
ergänzten Gedanken
fanden Winkel
nie verstanden
doch anders
wenn wir reden
blickt die Sonne
und der Schatten
gemeinsam
auf unsere Worte
sind ergiebig
verrinnen nie
und erkennen
viele Wege
und das jetzt
hat seinen Sinn
sein Gesicht
und du lebst schneller
brauchst die Ruhe
doch die Hast
und das Chaos
sowie den Frieden
ohne all dem
wärst du nicht du
die ich liebe
wie sie ist.
Freundschaft
© Bettina Vetter
Stilles Verstehen
Es summt und brummt
der Sommer,
lässt Tier und Mensch
genießen,
die warmen Sonnenstrahlen.
Sie wärmen Herzen
öffnen Blumen
schließen Wunden
leuchten tief
in jede Seele.
Glücksgefühle, Euphorie,
Lebensfreude, Hochgefühl
so ergießt sich
Energie in das
Seelenmeer.
Den Blick dafür
den schick ich dir
und dir
damit die Schatten
schmäler werden.
So darbt dahin
das Tränenmeer
und öffnet dir
die Sonnensicht
für Freud am Leben.
Freundschaft
© Bettina Vetter
Sonnenblut
Kann grad nicht geben
kann auch nicht nehmen.
Geben fällt schwer
ist nichts, es ist leer.
Ich denke an Eudich
an die, die ich lieb.
Es ist nicht nur dusie
es sind vielmehr Sie.
Dann fühl ich mich reich
und zärtlich umhüllt.
Meine Lieben sind da
und halten mich lieb.
Wie ein natürlich Geflecht,
ein Sonnenblut-Gespinst.
Ist das Regenbogenband,
körperloser Freundschaft.
Und wir teilen gesamt
das gleiche Gefühl.
Der Freude, des Leids,
des Glücks und der Ruh´.
Wir sind nicht nur ich,
wir sind oft nur wir.
Das ist auch ein Ziel,
was Freude erweckt.
Nicht jeder kennt das,
was Freundschaft erweckt.
Drum sag ich es hier,
wie es doch sein kann.
Wir sind nicht nur wir,
wir sind ich du und du.
Und doch sind wir wir,
denn alles bist du.
Versteh´n kann nur der,
der Freundschaft erkennt.
Der lebt und sich freut
an des andren Geschenk
Der gibt und auch nimmt,
der teilt und auch lenkt.
Ohne Worte, Freude schenkt
ist ein Freund.
Damit wurd ich beschenkt
Freundschaft
© Bettina Vetter
Begegnung
Den Knochen in der Hand,
Gesicht zu dir gewandt,
fernes Bundesland,
die Nummer erkannt.
Die Minute beginnt,
die Stunde verrinnt,
zusammen wir sind,
aufs Wesen besinnt.
Wir öffnen uns weit,
vergessen die Zeit,
zum Reden bereit,
sind wir zu zweit.
Das Herz wird leicht,
die Steigung seicht,
die Nähe reicht,
der Knoten erweicht.
So gehen wir nun,
nach Stunden ruhn,
wir gaben und tun,
sun and moon.
So fern wir wohnen,
Gespräche sich lohnen,
wenn wir nicht frohnen
der Ranken Bohnen.
Besonderes ist es,
wie Ostern und Christmas,
wenn ich dich, du mich lässt.
Nähe und Ferne
still und laut
weich und sanft
Kopf und Hand
Herz und Verstand
unbekanntes Land
deine Seele berührn
meine spürn............
Freundschaft
© Bettina Vetter
Zwiegespräch mit Gott
Heut dachte ich,
wie viel Menschen
Großes tun,
gut tun.
Danke dir
für die Kraft,
die du ihnen dafür gibst
und für die Liebe.
Sie bewegen die Welt,
mahnen Fehler an,
zeigen Richtungen an,
die wir gehen sollten.
Sie helfen Völkern,
indem sie sie öffentlich machen,
der Welt, die Armut,
die Not vor Augen führen.
Sie decken auf,
Unrat, Unbill, Ungerechtigkeit,
Mord, Völkermord, Leiden,
Verfolgung und Misshandlung.
Sie sind wichtig,
denn sie zeigen
einer breiten Öffentlichkeit,
dass wir helfen können.
Heut dachte ich auch,
an die Gaben,
die du mir schenktest,
für die ich dir danke.
Es sind kleine Dinge,
die nicht zu messen sind,
mit dem Handeln derer,
die Großes bewirken..,
dachte ich, als ich klein war.
Es sind wichtige Dinge,
die den Nährboden bilden,
für diejenigen,
die Großes bewirken...,
dachte ich, als ich größer wurde.
Es sind die wichtigsten Dinge,
die die Sorgen im Kleinen
dem Gegenüber
nicht Nichtig erscheinen lassen..,
denke ich heute.
Sie sind es,
die mich spüren lassen,
dass die Gabe,
von dir geschenkt,
eine wertvolle Gabe ist...,
nie zu messen an anderen.
Du bist da,
im Kleinen
und im Großen
immer
und überall.
Es bedeutet mir viel,
da zu sein, um da zu sein
für diejenigen,
die das brauchen.
Und nun,
nach all den Jahren
der Zuversicht
der Hoffnung,
dass Richtige zu tun,
danke ich dir wieder.
Du gabst mir
so viele Seelen
als Begleitung
für mein Leben
des Gebens.
Lehrst mich heute
das Nehmen
und Geben
aus einer Hand,
aus einem Herz.
Lehrst mich noch mehr,
dass kleine Schritte
nicht minder klein,
sondern groß sind.
Lehrst mich dankbar
in die Augen
der Menschen zu schauen,
die mir nah sind,
die du mir
als Wegbegleiter
gesandt hast.
Behüte sie,
führe sie,
leite sie,
hilf ihnen,
wenn sie
deiner brauchen,
nach dir rufen.
Mehr wünsche ich
mir nicht..
Gib all die Liebe,
die du mir zuteil
werden ließest und lässt,
denen, die danach
gesunden werden
und sie wird sich
wie von mir erlebt
vermehren..
Ich danke dir
für die
Menschen,
die
ich
lieben
darf,
denen
ich
geben
darf,
für
die
Fähigkeit,
zu
lieben
Freundschaft
Danke!
© Bettina Vetter
Verblasst? Nein!
Schwäne, weiß und voller Anmut
werden betrachtet, geliebt und gehegt.
Im Laufe der Jahre verblasst
ihr Gefieder, wandelt im Grau
doch die Anmut ist nach wie vor da.
Nicht mehr sichtbar für jeden,
doch sichtbar für den, der wirklich liebt,
wenn er es zulässt und in das Herz schaut.
Schwäne verkümmern so leicht,
wenn nur ihr Glanz der alten Zeit,
den Betrachter die Augen glänzen lässt.
Sie werden klein, schwach und einsam,
sie werden grauer und schwinden dahin,
da der Glanz der Augen verblasst.
Zu leicht wird ein Schwan zu grau,
hinweg geblasen die Anmut, der Reiz,
durch den verschwommenen Blick des Betrachters.
"Er liebte nur den Augenblick
der jedoch kehrt nie zurück.
Er liebte nicht das Jetzt und Gleich
war zum Wandel nicht bereit."
Gedanken eines alten Schwans,
der erkennt, dass zu viel vergänglich ist
und trauert um Vergangenes statt zu danken.
Und nach vorn zu schauen,
dort, wo die Tiefen der See
das Spiegelbild einer anderen Welt zeigen.
Die Tiefen der Seele, die Reinheit
das wahrhaftige Weiß
das wirkliche Ausmaß der Schönheit.
Komm mit, ich zeige es dir.. gleich
wo du geliebt wirst, wie du bist, was du bist..
in der
Freundschaft
© Bettina Vetter
Wünsche
Manchmal wünschte ich...
die Meere würden schwinden,
lasst uns Berge überwinden.
Manchmal wünschte ich...
eure Heimat wär auch meine
nicht so fern, weit weg, alleine.
Manchmal wünschte ich...
all das würd niemals existieren
damit wir uns niemals verlieren.
Manchmal wünschte ich...
die Zeit zu stoppen jetzt und gleich
damit kein Schmerz euch je erreicht.
Manchmal wünschte ich...
zu viel, zu schnell und gestern schon
Geduld ein Spiel, der Weltenlohn.
Manchmal wünschte ich...
ich könnte helfen, da sein, halten
während die Hände Karten falten.
Manchmal wünschte ich...
die Karten würden das erfüllen
und meine Wünsche stets enthüllen.
Manchmal wünschte ich..
euch Liebe, Leben ganz viel Glück
für hier und jetzt, ist das verrückt?
Manchmal wünschte ich..
den Lauf der Dinge aufzuhalten
die Schicksalswege umzuschalten.
Und? Wär das richtig?
Mir wär es wichtig!
Freundschaft
© Bettina Vetter
Ehr-Herr-Licht-Keit
Zerstören Worte?
Verbundenheit und Liebe?
Zerstören Worte schwer-
ehr-lich?
Verbinden Worte?
Bringen jedem Freude?
Verbinden Ehre?
Ehr-licht?
Bringen Worte?
Schicken Frieden?
Und noch mehr?
Hehr-lich-t?
Ist Gott Wort?
Oder Frieden?
Ist ehr Liebe?
Ehr-lich-t?
Worte sind!
Liebe ist!
Freundschaft wächst!
Gott ist ehr-lich-t!
Wir sind!
Wirklich!
Er- Licht!
Freundschaft
@ Bettina Vetter
Rot fließt mein Blut
Fäden weben ein durchsichtig Kleid.
Halt inne und hör der Worte Kind.
Fühl wie fließendes Wasser der Zeit.
Rot fließt das Blut, der Bach leise summt.
Leben hier spürbar und doch so fremd.
Neugierig sein, durch Mauern gehemmt.
Öffne ein Tor ganz still, doch nicht stumm.
Gedanken zu Worten werden lass.
Strahl wie dein Blut, der Bach und das Kind.
Übe den Leichtsinn, trotze dem Wind.
Vertreib die Sorgen, lebe den Spaß.
Refrain Chor:
Wach auf
Wach auf,
das Leben ruft
du träumst hinweg
was dich erreicht
du machst dir Leben viel zu leicht.
Wach auf,
Wach auf,
das Leben ruft
du riechts den Weg
biegst vorher ab
vergisst, dass Leben macht dich reich.
Refrain weiblich:
Ohne Mich mag ich nicht weiter gehen,
ohne mich mag ich die Sonne sehen!
Will den Zweifel in mir sehen
möchte den Tag mit mir erleben.
Ohne Mich! --- Alle
Augen schauen in das Sonnenlicht.
Lippen formen Worte von allein.
Fühl mich, doch möchte ich anders sein.
Seh des Windes Flüstern - spür mich nicht.
Refrain weiblich:
Ohne Mich mag ich nicht weiter gehen,
ohne Mich mag ich die Sonne sehen!
Will den Zweifel in mir sehen
möchte den Tag mit mir erleben.
Ohne Mich! --- Alle
Seh ich den Sonnenschein..
Find ich den Weg allein..
Werd ich ich und niemals immer sein???????
Und doch ist es ein Traum von mir.
Die geht, sucht, findet, fand die Tür.
Zu sich selbst, ins sich selbst...
Ohne mich! ... Alle
© Bettina Vetter
Mein Platz in dieser Welt
Daheim aus Mutter's Schoß geboren,
ward ich als Mädchen nicht erkoren,
Geist, Kunst und Wissen zu erforschen,
weil ich als Mädchen muss gehorchen.
Diskutierte, warum?, weshalb?, sie gewann:
las heimlich, schrieb heimlich dann und wann,
unter der Bettdecke übte eine fleißige Hand,
formte für sich die Linien, Worte, Verstand.
Deutsch vier, mündlich zwei, einerlei,
die Aufsätze gelobt, die RE ein Brei.
Verlor nie den Mut, übte weiter, gab auf,
doch Muse und Dichtung nahm ihren Lauf.
Ein Spiel, ein Gefühl; die Linien klingen,
erscheinen, sind weg, fangen an zu singen.
Es ist wie Mathe, wie Sand, wie Licht
es biegt und krümmt sich, endet nicht.
Mama:
"Abwasch, Garten, Helfen, Mädchen
geh und kauf für die Familie im Lädchen
und denk nicht, dass du was besseres bist
es ist wie ich seh, die weibliche List."
Vater:
"Lehrberuf, du, wieso, brauchst du nicht!
Heiraten, fortpflanzen, dass ist die Pflicht.
Bin stolz, dass du rechnest wie ich es kann
doch denke an mich, ich bin ein Mann!"
Die Worte halfen, das Geschick noch mehr,
liebte Handwerk, Zahlen, Physik so sehr.
Schaffte, dass sie mich lernen lassen,
ein Mädchen vom Dorf, das wird nicht passen.
Was gaben sie, was gab mir das mit?
Bis heut kenn ich des Mädchens Verzicht
auf Wissen, auf Lernen, wie ich es wollte
und die Jungens für die Eltern sollten.
Gegen den Strom schwamm ich ewiglich
das Lernen, ein Ende für mich keine Sicht,
da ich liebe, was neu, was anders und übe
bis Wasser, Himmel und Wissen mich trüge.
Sie gaben mir mehr als das nur mit,
als Mädchen geboren, eingestempelt die Pflicht
dem Mann die Erben und Essen zu reichen
Liebe und Sehnsucht, Hoffnung sind Leichen.
Wenn ich nicht ich wär, ein anderes Kind,
dann hät ich nicht die Leichtigkeit vom Wind
die Linien verschmelzen, bilden Bilder im Kopf
die Liebe der Eltern, ich nicht mehr erhoff.
Ich liebe sie, verzeih ihnen alles, hoffe weiter,
denn was ich sehe, sind Kinder auf der Wissensleiter
hinauf laufend, die Linien findend, keine Angst mehr
sie haben jetzt Hilfe, sind nicht allein, nicht so leer.
Wisst ihr, wie es ist, wenn alles verschwimmt?
Wenn alles was sichtbar, einfach nicht stimmt?
Wenn Worte wie Asphalt, klebrig und matt,
den Mund verstopfen, das Hirn ist so satt?
Wenn Blau eure Lieblingsfarbe ist
und ihr die Zahlen mehr als vermisst?
Ordnung und Planung ist wichtig für euch
und ohne sie ihr auf dem Boden kreucht?
Nein?
Dann kommt und lest, wie ich es lese.........
--- Danke an meinen Mann, der mir die andere Welt zeigt und zeigte---
© Bettina Vetter
Wo? Warum?
Wo ist der Weg, den ich gehen wollte?
Ein Himmelreich für den, der findet,
was ihn am hier-am jetzt noch bindet.
Liebe, Leben, Hoffnung und Sein sollte?
Oder nicht? Oder doch? Wo sehe ich wann?
Ich-Du loslassen, selber oder nicht gehen kann?
Wohin geh ich, wenn ich geh?
Was seh ich, tut es noch weh?
Fühl ich, denk ich, bin ich noch da?
Ohne Fleisch, nur die Seele, bin ich noch nah?
Licht oder nicht, Sein oder Nein,
Was kommt danach, was lass ich zurück?
War glücklich, war traurig, doch nie allein.
Deine Liebe begleitet mich Stück für Stück.
So viele Fragen für ein-kein Leben,
Wo liegt der Sinn in allem begraben,
wo findet die Liebe jenseits das Geben,
wann kann man sich wo am Hier laben?
Nun wandere ich und finde dich nicht,
gehe jeden Weg, jeder Frage nach,
sehe nicht, suche nicht, finde Licht,
die Welt ist anders, jetzt, heut, danach.
Er sollte da sein, hier sein, bei uns.
Er sollte nicht nehmen, was wir lieben.
Glaube und Hoffnung ist eine Kunst,
wenn der Verlust dich hinwegfegt nach drüben.
Warum?
Weshalb?
Warum?
Warum?
Nun bleibt die Erinnerung, das Herz in mir
das Gefühl deiner Nähe, bin da bei dir.
Nun bleibt der Hauch, das Flüstern im Wind,
der Geruch, der Ton, der Blick was wir sind.
Du lebst, lebst nicht, lebst weiter dort
in unseren Herzen, nein, da gehst du niemals fort.
Sei nicht traurig, fühl dich frei von all der Last,
die du in all der Zeit trotz so viel Liebe getragen hast.
Kein Leid wird mit dir gehen, du wirst ein Lachen sehen,
du wirst ein Weinen sehen und mit unsren Herzen gehen.
Hab Frieden in dir, gib ihn mir, gib ihn ihr, du wirst vermisst.
Den Frieden, dass es richtig ist, so wie es ist.
© Bettina Vetter
Wege
Hier auf dem Stuhl, da sitz ich nun
guck den Bildschirm an und auch nach vorn
schau zurück und tu nur das, was alle tun,
wie schön wär es, in sich zu ruhn.
So viel hab ich nun längst gesehen,
erhofft, dass jeder sieht was geht.
Mein Herzblut ist dort in den Seelen
wie es in mir in dir geschrieben steht.
Doch was kommt später, hier und jetzt?
Werden sie da sein, wie bisher
und helfen jedem, der sich verletzt
am Leben, der Seele und viel mehr?
Wird Bestand haben, was da ist,
wenn wir Tür und Tor verriegeln?
Wenn wir immer fragen, wer du bist?
Uns stets in uns und hier einigeln?
Ich weiß es nicht mein liebster Freund,
ich ahne nur, dass all das nur besteht,
solange niemand in sich, für alle träumt
und andre, neue, fremde Wege geht.
Das Leben weiß ich, hat viele Wege
für jeden hier und jetzt zu sehen,
ist alles für sich, dich, auf ewig rege
den richt'gen Weg für sich zu gehen.
Du fragst, was wohl nachher kommt?
Ich sag, dass weiß ich, weiß ich nicht.
Du fragst, was weißt du, ob es sich lohnt?
Du wirst vor der Frage schon vermisst.
Wie oft denkst du, denk ich das Gleiche,
reden kaum und hoffen auf Verständnis.
Schweigen nicht, füttern nicht die Leiche,
die Seelen mit sich tragen bis ins Licht.
Wir sind so quer und doch so eins
brauchen den Ort, den Platz für uns.
Geben heißt Nehmen so wie einst,
doch richtig Geben, das ist die Kunst.
Ich liebe dich, so wie mein Leben,
liebe die Stille, den Krach und Geben.
Ich liebe dich, wie meines Herzens Atem,
liebe den Winter, doch nicht die Satten.
Tu was, lebe, tu was
damit du weiter leben kannst!
Mein Freund!
© Bettina Vetter

Die Tiefen der See (le)
Wasser ist tief,
der Himmel weit,
die Welt rund
und du?
Schwimmst!
Fliegst in Gedanken,
ziehst Kreise wie ein Karussel,
bleibst nur selten stehn!
Wege sind lang,
viele gibt es,
wenige betritt man,
noch weniger sieht man.
Und du?
Rennst, drehst dich um,
fragst, gehst weiter,
suchst, bleibst stehen
um nichts mehr zu sehn.
Netze sind fein,
fangen die Kleinsten ein,
biegen sich bei Großen,
aber halten immer Stand
als helfende Hand.
Geht jeden Weg,
wohin er auch geht,
begleitet die Sorgen,
denkt auch an Morgen,
ist bei dir in Träumen.
Der Schleier ist dicht,
verzehrt manch Gesicht,
was den Blick verloren.
Sonne schickt Licht,
öffnet der Knospen Schicht
Stück für Stück
kehrt der Weg zurück.
Ist es ein Neuer?
Was ist denn neu?
Seh ich es anders?
Ist etwas anders?
Wo geh ich hin?
Nimm meine Hand,
dir den Verstand,
Herz weiß den Weg,
Freundschaft den Steg
über den du gehen wirst.
Suchst du das Licht?
Am Ende des Pfades?
Denk nur, ich sah es
auf jedem Weg
der im Leben
dir begegnet.
Freundschaft
© Bettina Vetter

Le vérité toute nue
Der Wind weht lau,
die Wolken ziehen leise
über das unendliche Grau;
am Horizont singt eine Meise.
Der Mensch ist still,
die Maschinen jetzt schweigen
vibrierende Luft voll Gefühl:
der Tanz der Kinder im Reigen.
Die Augen sind trüb,
grau das Haar, liniert der Mund,
Füße treten das singende Lied;
stille Worte sprühend bunt.
Die Ohren sind taub,
das Herz schlägt gegen die Tür.
Öffnet die Pforten aus Staub,
die Liebe summt ihre Kür.
Träume sind Wahrheit,
wenn du deine Wände zerstörst.
Ohren, Augen verschließen das Leid
wenn du des Freundes Liedchen hörst.
Glassplitter werden rund
schneidende Zunge verstummt
die Windhose dreht ihre letzte Stund´
"Ich liebe mich!" sagt dein Mund.
Ich träumte für euch euren Traum
der stillen und ruhenden Seele
vérité toute nue
in
Freundschaft
am
Seelenufer des träumenden Wasser´s des Lebens
© Bettina Vetter

Cri du coeur
(Stimme des Herzens)Zum Aufbruch bereit
der Stimme folgend,
nehme mir die Zeit,
der Himmel brennt.
Lehne mich zurück
und schau in die Sterne,
denk´, oh mein Glück,
an euch in der Ferne.
Flora, Fauna und Städte
erwarten uns, wir sie.
Glied für Glied, die Kette
der Lichter-Symphonie.
Au fond du coeur ( Im Grunde des Herzens)
findest du Zeit und Raum;
á la lumière solaire ( im Sonnenlicht)
steht der Freundschaftsbaum.
Die Ferne schwindet,
wenn das Herz offen,
Licht überwindet,
was wir alle hoffen.
Leben erhält den Sinn
wenn wir das Licht sehen
wer du bist, ich bin
werden wir tiefer erleben.
Mit offenem Herzen
die Realität spüren,
entzünde ich die Kerzen;
Seelenfeuer öffnen Türen.
Sonnenlicht - Freundschaftslied
© Bettina Vetter
Eigentlich interessant, sich in die andere Richtung des Denkens zu bewegen und gehen tut's bei mir nur in einer entspannten Umgebung: Strand, Sand, Sonnenuntergang, allein.
Fraulich gedacht
Klick, klack, ratter
keinen Stillstand dulden.
Rechts, links, vorne, hinten
blicklos alles wahrnehmen.
Listen, planen, sortieren, denken
voller Inbrunst abarbeiten.
Einer, mehrere, viele, alle
einbeziehen in die Energiewelle.
Suchen, tasten, ratlos, unverstanden
sich selbst vergessen, nie gelebt.
Umdenken, arbeiten, loslassen, finden
Zuständigkeitsbereich auf sich beschränken.
Naturbedingt? Anerzogen? Reingerutscht? Vorgelebt?
Fraulich gedacht und fast erwacht!
©Bettina Vetter
Am Ende eines Tages
Die Nacht bricht an, Zeit zu ruhen
die Arbeit ist getan und viel zu viel blieb liegen.
Was wolltest du nicht alles schaffen,
was hattest du nicht alles vor
und wiedereinmal kam es anders.
Fühlst dich, wie der Sand in der Sanduhr
nur umdrehen kannst du dich nicht.
Zeitlos schwirrst du von einem zum anderen
und dich selbst lässt du nicht zu.
Vergessen fühlend liegst du nun da und trauerst.
Du weinst um die nicht vorhandene Zeit,
um den Sand, der verinnt, um dein Leben,
dass es nicht gibt für dich.
Jetzt ist der Raum vorhanden, für meine Worte,
die dich umdrehen, aufwecken und stützen sollen.
Du bist der Sand und du bist der Fels
an dem alle ruhen und zeitlos leben können.
Doch jedes Korn war mal ein Teil eines Felsens
und jedes Teil davon ist ein Stück von dir.
Du musst nichts umdrehen, du hast alles vor dir.
In jedem Körnchen bist du und vergehst nie
in jedem Teil des Ganzen steckt all das,
was du gegeben hast und auch das bist du.
Der Fels ist nie geschliffen und glatt
man kann sich immer noch reiben und lernen.
Nun ruhe und bau dir ein Nest in dir
und mitten rein in die Sanduhr der Zeit.
Nichts geht dir verloren nur die Sicht auf die Körner
die Sicht lerne wieder und siehe dich selbst.
Du bist ein Fels in der Brandung, nimm dir Zeit.
© Bettina Vetter 2006
Gestörter Seelenfluss
Mit Worten betrogen,
durch Gesten belogen,
mit Lügen gepeinigt
und nie das bereinigt.
Bei dir Schuld gesucht,
aufs Neue versucht,
in das Gute zu schauen
und Allem vertrauen.
Langsam gefülltes Fass,
Angst, Wut, Sorgen und Hass.
Kein Nutzen hat die Geduld
endlos fühlst du nur Schuld.
Eine Nadel fällt zu Boden,
sparsam beginnendes Toben;
die Fliege ruht an der Wand,
schluckende Seele entflammt.
Sofort drüber reden,
wenns belastet dein Leben.
Bis später zu warten
versperrt dir den Garten
der
fliegenden Nadel
©Bettina Vetter
Version 2
Liebe Leut, ich sags euch halt,
wie ihr gesünder leben könnt.
Wenn ihr schon am frühen Morgen,
den Körper stopft, ihn überlastet
dann dürft ihr euch net wundern,
wenn die Völle euch vorm Mittag
schon im Gedärm Probleme bringt.
Anstatt zu horchen, was er mag
führt ihr die Prozedure fort,
ohne dem Einhalt zu gebieten.
So seit denn nun gequält und matt
gefüllt bis an den Kragen satt,
von Zweifeln durchgeschüttelt,
bereit für meine guten Tipps.
Den Pümpel lasst mal einfach weg,
den Medizinschrank schließt ihr zu,
denn einzig hilft bei Überladung
der Eingeweide und der Seele
die reichliche Entladung.
Danach ihr Lieben rat ich euch,
macht auf den Mund er ist doch da
und stopft nicht alles in ihm rein
denn dann versteht euch keiner.
So leidet ihr nicht an Verstopfung
und mancher lernt, dass ihr was seid,
dass allgemein dahin gesagt
ein Mensch mit allen Rechten ist
und nicht nur funktioniert.
Und sollten sie es nicht verstehen,
dann wird es ihnen schlecht ergehen,
denn außer schlucken bleibt die Türe
auch für euch, dann zu gehen.
©Bettina Vetter
Einsamkeit positiv
AllEin sein,
sich sammeln
in der Schnelllebigkeit
dieser Zeit.
Einsamkeit positiv
Den StEin und das Wasser,
gesammelte Energie
und die Herrlichkeit des Lebens
in sich finden.
Einsamkeit positiv
© Bettina Vetter

Begegnungen
Wie ein Windhauch,
ein Orkan,
eine Böe,
erfrischend oder zerstörend,
aufbauend oder niederschmetternd,
liebevoll oder voller Abneigung.
Nimm sie an
Berührungen im Leben
sind vielseitig:
geben,
lehren,
helfen,
uns zu verstehen.
Nimm sie wahr
Und nie
hört es auf,
immer weiter führt
der Weg,
die Begegnung
mit Allem was denkbar,.
mit Allem was fühlbar.
Begegnungen helfen
dich selbst zu sehen,
zu erkennen.
©Bettina Vetter
Spektraler Schöpfungspfad
Kristalklar und zerbrechlich,
ist deine zarte Haut.
Ich dachte erst, ich träum' dich,
so schön wie Elfenstaub.
Vernehm' ich doch ein Tosen,
brachalischer Gewalt.
Wie Dornen roter Rosen,
schlägt Wasser mich so kalt.
Ein Riss im Universum,
gleich einer Traumgestalt.
Erscheint das blaue Spektrum,
ein Farbenmeer erstrahlt.
Ich setze sanft die Hände,
an mein banges Herz.
Bestaune bunte Wände,
vergessen ist der Schmerz.
Umhüllt vom wundersamen,
Traumlicht der Schöpfungspfad.
Bewegt das Herz der Lahmen,
berührt sie sanft und zart.
Die Welt fühlt nun den Frieden,
dank deiner Farbgestalt.
Für immer alle lieben,
verzichten auf Gewalt.
Der Himmel küsst die Sonne,
reißt auf und lässt herein.
Dein Licht erglänzt oh Wonne,
im Regenbogen sein.
Ich dank dir Herr und fühle,
dein all umhüllend Licht.
Hinfort ist nun die Kühle,
die in den Herzen sticht.
© Bettina Vetter 3/07
Ach du mein Sternenkind
Leis' schlichst du in mein Leben,
was ich nicht konnt, es geben.
Ich fühlte sanft in mich hinein
war stets mit meiner Angst allein.
So sorgenvoll die Träume sind
hoffnungslos für dich mein Kind.
Es war nicht leicht, es war sehr schwer
ich gab dich hin dem Tränenmeer.
Ich schaute deine Brüder an
dachte an sie, an mich und dann
sah ich mein kleines Sternenkind
ein Licht kurz da und weg geschwind.
Nie hätte ich dir geben können,
was ich von Herzen jedem gönne,
was ich dir hätte geben sollen,
leben, laufen, lernen, tollen.
Die Last erdrückte mich sosehr
allein mit dreien wär zu schwer.
So ging ich leider einen Weg
der diente einzig einem Zweck
dich vor dieser Welt zu schützen
was solls, ich weiß, es wird nicht' nützen.
Ich gab dich weg ins Sternenreich
denk stets an dich zu jeder Zeit.
Die Tränen sind oft ungeweint
ich habs nur gut, nie bös gemeint.
Du fehlst mir so, es tut mir leid
an jedem Tag zu jeder Zeit.
Und irgendwann mein Sternenkind,
weht ein lauer, warmer Wind
und bringt mich an dein Zelt heran
dann drück ich dich so dann und wann
an's warme Mutterherz heran.
Streichle im Traum so manche Nacht
dein weiches Kinn, dein Haupt so sacht.
Wieg dich im Schatten sanft in Schlaf
und weiß das ich so manches schaff.
Bin dir Mutter, Vater auf dieser Welt
wo nur ich dich seh am Himmelszelt.
Die Liebe nahm dich von mir fort
fortan bin ich oft an jenem Ort
wo ich dir am nächsten bin
du mein liebstes Sternenkind.
© Bettina Vetter 3/07
Kurzgeschichten
Der Sprößling
Ich bin schon uralt, von der Zeit gezeichnet, doch der Natur sei Dank, meine Sprösslinge sind schon fast so groß wie ich, gesund und kräftig. Und doch, ich höre nie auf, mir um sie Sorgen zu machen. Es könnte sein, dass sie vor mir dran sind, diese Welt zu verlassen. Es war nicht immer so.
Die Geschichte beginnt.
Vor kurzem lebte meine direkte Nachbarin noch. Ich wollte nicht lauschen, aber wie es nun mal so ist, man hört es halt doch. Ich schicke das Gespräch mit ihrem Sprössling zu euch, damit es nie verloren geht, damit wir alle noch eine Chance haben:
Sprössling! Wach auf! Das Frühjahr naht!
Mammmaa, ich bin soo müüde! Was soll ich tun?
Strecke deine Arme aus, nach unten und nach oben! Trinke und atme, damit du groß und stark wirst. Richte dich zur Sonne aus!
Mama, es stinkt! Ist das immer so?
Ja Sprössling. Es ist unsere Aufgabe, zu reinigen. Trinke!
Ist es so richtig? Aber das Wasser schmeckt nicht besonders. Warum nicht?
Erkläre ich dir, wenn du goss bist. Sei still und tu was ich sage!
Die Erzählerin:
Ihr Sprössling war gehorsam. Er wuchs und er entfaltete sich den Umständen entsprechend gut. Es ging auf den Sommer zu.
Mammaa!! Ich habe Durst!
Streck deine Arme tiefer nach unten aus! Dort ist noch Wasser! Bald kommt Regen!
Mama, warum stinkt es immer noch so? Ich habe mich doch bemüht!
Wenn du groß bist, dann erzähle ich es dir. Mach dir keine Sorgen, ich pass auf dich auf.
Mammaa, warum ächzt du so?
Ach Sprössling, ich bin zu alt, um mit der Luft und dem Wasser klar zu kommen. Eine Krankheit sucht mich heim.
Kann ich dir helfen? Mamaa, du musst mir doch noch alles erzählen!
Helfen? Nein, das macht die Natur. Erzählen? Ich glaube bald ist es soweit.
Was für eine Krankheit?
Meine Haut pellt sich, sie reißt und juckt, als wären tausend Nadeln in ihr! Bald bin ich ohne Schutz!
Mama, ich strecke die unteren Arme aus, um dich zu halten!
Danke dir, Sprössling! Ich liebe dich.
Ich liebe dich auch, Mama.
Erzählerin:
Meine Nachbarin litt fürchterlich. Und doch munterte sie ihren Sprössling immer wieder auf.
Es kam die Zeit des Wechsels - so nennen wir es. Wir hofften alle, dass sie danach gesund sein würde. Aber es kam anders!
Mama! Ich habe keine Lust mehr zu atmen und zu trinken! Ich bin wieder so müde. Was soll ich tun?
Keine Sorge, Sprössling - wir werden bald schlafen. Lass dein Haarkleid fallen!
Aber Mama! Dann höre ich doch auf zu wachsen?! Und außerdem stinkt es immer noch! Sagst du mir jetzt, warum?
(stöhn) Die Vierarmigen tun das, warum weiß ich auch nicht. Und wie kann ich dir auch nicht erklären. Wir sind zu wenige, um das zu verhindern.
Mammaaa! Hast du das gehört? Sind das diese, die nur vier Arme haben?
Ja, sie suchen diejenigen von uns, die sie brauchen.
Dann sag ich ihnen jetzt, dass sie aufhören sollen, die Luft so schlecht zu machen!
Sprössling, bring mich nicht zum Lachen! Mir tut alles weh. Sie werden dich nicht hören. Das konnten sie noch nie.
Maammmmmmaa! Es ist so laut!
Auuaaaaa! Sprössling, ich muss gehen!
Warum? Mamaaaaa bleib!! Was tun die??
...
Mamaaaaaa???????????????
Die Erzählerin:
Sie antwortete nicht mehr - wieder ein Baum weniger!
Wir haben mehr zu tun und immer mehr und kommen nicht mehr gegen den Gestank an! Viel zu viele sind schon krank und geben doch ihr Bestes. Es wird immer schwieriger, Sprösslinge groß zu ziehen!
Wir wissen bis heute nicht, warum um der Natur Willen die Vierarmigen das alles tun!
Dieses war nur eine Geschichte, doch der Wind erzählt uns noch viel, viel Schlimmeres!
Wohin soll das führen?
© Bettina Vetter
Der einzige Sonnentag (Bettina Vetter)

"Was lacht ihr denn so? Kaum sitzt man hier schei.. einem eine Möwe aufs Haupt."
Nun konnten wir alle nicht mehr piep machen vor Lachen und mein GöGa lief etwas arg rot an! "Hast du denn gar kein Mitleid? Reich mir endlich ein Taschentuch und hilf mir! Sag mal, wie lang war die denn nicht auf Klo? Und hört jetzt endlich auf, über mich zu lachen! Ich bin der Letzte, der das lustig findet!" Also half ich ihm unter dem Geschrei "AAAAAAAA" der Kinder, sich von dem Abfall zu befreien. Der Arme muss sich diese Geschichte heute noch anhören und wir lachen immer noch gern darüber.
An diesem Abend fiel die Reinigung des Haupthaares etwas üppiger aus und die Kinder kamen früher ins Bett. Wir hatten kein Pflaster für die Plappermäulchen dabei. Nach diesem Tag regnete es weitere 1 1/2 Wochen! Was hatte das wohl zu bedeuten?
Nachtrag von Wolli:
Die Rache erfolgte 10 Jahre später:
Wir gingen am Strand spazieren und unsere Tochter, inzwischen im Teenie-Alter, hatte gerade eine der berühmten Bensersieler Eiswaffeln bekommen. Just als sie hinein beißen wollte, kam eine Möwe von hinten und entriß ihr das ganze Eis, um sich daran gütlich zu tun.
Ob diese Möwe nun aus Wyk auf Föhr war, vermag ich allerdings nicht zu sagen.
Ein Karton Eiswaffeln sorgt für rote Köpfe...
Bei unseren Lieblingsvermietern haben wir eine supertolle Wohnung angemietet. Das Merkwürdige ist nur: die Betten, unbequemer als zu Hause, verhindern die nächtlichen Schnarchattacken meines Mannes! Ich frage mich, ob wir das Kinderzimmer (mein Ausweich-Quartier) wirklich brauchen!?? Mein Hirn kann kombinieren, aber ich komme auf keine Lösung des Problems. Sollte es an der Härte der Matratze liegen oder - an der Salzluft? Egal, erst einmal genießen!
Nun weiß ja jeder, dass zu dieser Zeit die Fußballeuropameisterschaften im Herrenfußball stattfinden. Wir, eigentlich keine Fußballfans: ab vor den Fernseher! Männe sonst kuschelig, bequem in der Sofaecke liegend, wird putzmunter:
Spring auf! Schrei ! Fluch! Toor!
Toll, er lebt!
Kaum ist das Spiel zu Ende: das übliche Flackern der Augenlider und der Satz: "Wie lange dauert deine Gutenachtzigarette denn noch,... bin müüüde!"
Zweites Problem( für die Zukunft): Wie bekomme ich ihn dazu, zu Hause nicht zu schnarchen und vor 24.00Uhr noch munter zu sein?!
Nach 2 1/2 Wochen wollen wir endlich den gewohnten Einkaufsbummel in Esens machen. Oberhemden sind wieder einmal an der Reihe, und ich Einkaufsmuffel muss ja nun als Oberberaterin dabei sein! Wie immer ist unsere Lieblings - Eisdiele genau gegenüber der Einkaufsstätte, und nach verrichteter Arbeit (Wolli darf die Einkäufe selber schleppen, nicht wie in dieser doofen Werbung!) gibt `s eine Belohnung!
Ich bin nun kein Fanatiker, was Süßes betrifft, aber die Eiswaffeln sind einfach göttlich (verzeih da oben, sollte keine Blasphemie werden). Also ran: Wolli bekommt sein Eis - und ich (bettel, bettel) - eine Waffel ohne Eis!
"Mmmh, Wolli, so etwas sollte es bei uns auch geben, ich könnte diese Waffeln glatt jeden Tag vernaschen!"
Verkäuferin: "Können Sie haben!"
"Was kosten die denn?"
Die Verkäuferin läuft nach hinten( der Laden ist riesig! )und sagt:" 180 Stück 30Euro."
"Wie lange haltbar?"
"Moment, komm gleich wieder!!"

2 Kindergartenkinder fragen :" Wollt ihr die alleee alleine essen???"
"Jooo!"
Eine Horde Grundschulkinder fragt:" Wo steigt die Fete, wir bringen das Eis mit!??"
Wie gut, dass wir schnellstmöglich zum Auto gehen. ..
Ich : bepackt mit Oberhemdentüten.

es ist ein Dienstag, der Dienstag( bedarf in meiner Erinnerung besonderer Betonung!)! Der Ober kommt, um die Bestellung aufzunehmen, - und dann!!!!!!!
Ober:" Haben Sie ihre Eiswaffeln denn schon alle aufgegessen?"

" Ähm, nööö, wieso, sie, warum wissen sie das??"
Er: "Montags ist mein freier Tag und meine Frau wollte einkaufen. Ich habe mir halt gedacht, es muss ja einen Grund geben, dass da in der Eisdiele so viele Menschen stehen!"
Jetzt kommt auch noch die restliche schweißproduzierende Masse meines gebeutelten Körpers in Gang! Dieser Zustand hält, dank der grinsenden, essenden Meute um mich herum an den anderen Tischen, 2 Stunden an... Er bekommt allerdings beim Verlassen der Lokalität einen Aufmunterungsschub.
Ein ankommender Gast: "Haben sie evtl. vergessen, heute die hier immer notwendige Sonnencreme zu benutzen?"
Wie gut, dass der Nordseewind draußen frisch ist, ich bin fertig! Kann frau sich denn noch nicht mal ihre Wünsche erfüllen???
Das nächste Problem kommt bei der anstehenden Heimfahrt. Ein tapferes Zurückhalten beim Waffelverzehr bewirkt, dass wir den vollen Karton in einen Ford Fiesta 01 packen müssen. Nur ist es auf der Hinfahrt schon etwas problematisch gewesen, den halben Hausstand hineinzustopfen!
Wir haben es jedoch geschafft! Mammpf! Prost Eiswaffel!!!
Text: Bettina Vetter, Illustrationen: Gaby Petersen
Lisa findet ihre Antwort! (Bettina Vetter)
"Lisa, das Essen ist fertig! Kommst du bitte?"
Lisa trottete heran, lustlos und in Gedanken versunken. "Setz dich endlich hin, das Essen wird kalt. Und ziehe nicht so ein Gesicht!", sagte ihre Mama schon ein wenig verärgert. Was die Erwachsenen nur immer haben? Kaum ist man nicht am Lachen und Toben, maulen sie! "Was ist denn? Schmeckt es Dir nicht?", fragte ihr Papa. "Ich denke nach", antwortete Lisa und stokerte in ihrem Gemüse herum.
"Oma!? Du bist doch schon so alt! Kannst du mir sagen was nach dem Tod kommt?"
Oma verzog das Gesicht, als wenn sie auf eine überreife Zitrone gebissen hätte. Papa räusperte sich verlegen und Mama stand kurz vor einem Wutausbruch.
"Was habe ich denn getan?" Beleidigt stand Lisa auf und ging nach draußen in den Garten. Der Abendtau legte sich schon auf die Blätter der Bäume, aber das war ihr egal, sie mußte nachdenken. Am besten ging es, wenn sie zwischen Salat und Blumen dahinschlenderte. Sie lauschte auf den Frühlingsgesang der Vögel.

"Nach den Sommerferien komme ich ja endlich in die Schule, mal sehen, ob die mehr Antworten haben!", sagte Lisa laut vor sich hin. "Wenn es nach dem Tod nichts gibt, warum macht man dann soviel? Ich würde nur Sachen machen, die mir Spaß machen! Den Himmel - das nehme ich den Erwachsenen nicht ab! Ist ja fast so wie mit dem Weihnachtsmann und Osterhasen. Denken wohl ich bin blöd! Da ist nichts - höchstens so'n Ozonloch, oder wie das heißt! Darüber ist das All und Sterne, habe ich in einem Film ja schon gesehen! Wenn da die Toten wären, könnte man sie ja sehen. Aber wo sind sie sonst? Wahrscheinlich wissen das die Erwachsenen auch nicht. Ich glaube sogar, dass sie deshalb auch so eine Angst haben, darüber zu sprechen."
Währenddessen sie so vor sich hinredete, kam sie an einem ihrer Lieblingsbäume an und legte sich ins Gras, um durch das frische Blattwerk in den Himmel zu schauen. Lisa blickte versonnen in die Ferne.


"Seid ihr der Tod?", fragte Lisa ängstlich und durchaus neugierig und erstaunt. "Es gibt bei uns keinen Tod - wir sind da! Ihr werdet geboren und Ihr könnt auch sterben." "Weißt du vielleicht, was danach kommt?"
Lisa war mulmig zumute. Ob sie wohl eine Antwort bekommen würde? "Es gibt keine einfache Antwort auf diese Frage. Aber für dich versuche ich es: Wenn dein Körper nicht mehr ist, bleibt deine Geschichte über! Dein Erzähler sammelt sie auf und bringt sie weiter, solange bis du neue Geschichten sammelst. Dadurch haben wir immer aufs Neue Freude!" "Sind wir dann nach dem Sterben in Euch drin?" "Man könnte es so sagen, du bist ein Teil von uns, wir nennen euch die Sammler!" "Also sind wir im Leben die Sammler und nach dem Tod ein Teil eines Erzählers." Lisa wurde ganz still, gähnte laut und schlief ein.

Sie rannte ins Haus, die Treppe rauf in ihr Zimmer. Dort im Bett liegend schön eingemummelt, nahm sie sich vor, eine besonders schöne Geschichte zu sammeln. Auch wenn das manchmal bestimmt nicht einfach sein würde.
"Gleich morgen werde ich es allen Erwachsenen erzählen. Dann muß keiner mehr Angst haben vor dem Tod."
Sie dachte an all die Tautropfen, an das schillernde Licht und an die vielen Geschichten, die sie eines Tages hören würde. Vielleicht nennt man es deshalb Himmel - so hell und freundlich - ist es ein wunderschönes Wort für den Ort, wo die Erzähler sind.

Ein Grund mehr, keine Kinder zu kriegen (Bettina Vetter)
Vor 23 Jahren wurde ich in eine Abteilung versetzt, um eine kurz vor dem Mutterschutz stehende Kollegin zu vertreten. Mit meinen 20 Lenzen kein Problem. Jung, dynamisch und aufstrebend machte ich mich an die Bewältigung der neuen Aufgaben heran.
Einige Wochen später ging die frohe Botschaft eines frisch entbundenen Knabens wie ein Lauffeuer durch die Firma. Ihr wißt ja alle, was dann zu tun ist. Sammelbüchse in die Hand und Geld eintreiben, um im Krankenhaus einen standesgemäßen Besuch abzustatten.
Ich, der Junior, wurde damit betraut, Blümchen und einen Gutschein im Kindergeschäft zu erwerben. Danach gings Richtung Krankenhaus. Der frisch gebackenden Mutter wurde reichlich gratuliert. Jede Menge Fragen prasselten ihr entgegen. Endlich konnten wir das Ergebnis sehen, grabschen und unsere Neugierde befriedigen. Ich hielt mich brav zurück, denn irgendwie war mir so ein Minimonster suspekt.
Mitten in der Erzählung der Mutter, wie die Geburt nun war, fiel der Satz:"Und dann sprang meine Blase!" Hellwach, entsetzt, was die Arme da aushalten mußte und gleichfalls um ihre Gesundheit besorgt, meinte ich endlich auch eine Frage stellen zu müssen:"Heilt das auch wieder?" Keine Antwort, auch von den Anderen nicht. Das konnte nur Schlimmes bedeuten! Man spricht über so was nicht.
Keine Sorge, meine Kollegin hat es überlebt. Vielleicht hat das ausgereicht, mich insofern zu beruhigen, selber doch noch Kinder zu bekommen.